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Die 7 Phasen der Veränderung und wie wir sie für uns nutzen können

1. Schock

Jede Veränderung wird als Schock wahrgenommen – manchmal mehr und manchmal weniger. Obwohl wir manchmal schon erahnen, was da auf uns zu kommt sind wir dennoch häufig überrascht wenn uns das Leben mit einer neuen Lektion überrascht. Die Schwere des Schocks ist davon abhängig, welche Auswirkungen eine Veränderung mit sich bringt und wie gut die individuelle Fähigkeit ausgeprägt ist, mit Veränderungen umzugehen. In den meisten Fällen ist uns kaum bewusst, wie wir vergangene Veränderungen, Krisen oder Konflikte gemeistert haben und was uns dabei unterstützt hat. Manchmal sind selbst die kleinsten unbedeutesten Veränderung des Lebens für einige Menschen eine große Einschneidung. Jede Veränderung zwingt dich immer dir bewusst zu werden und ins hier und jetzt zurück zu kommen, um genau da zu erkennen was ist. Da wir die meiste Zeit unseres Lebens unbewusst und im Autopilot leben, kommen uns Veränderungen oft schlimmer und größer vor als sie sind – einfach weil wir jegliche Vorankündigungen einfach nicht wahrgenommen haben. Der innere Schock ist die Antwort auf alle vorhergegangen StopSchilder, die hier und da auf dem Weg nicht erkannt worden sind. Es ist aber auch der Moment, in dem wir selbst verändern wie und wer wir sind da der Schockzustand den Autopiloten radikal unterbricht.

 

2. Verneinung

Die zweite Phase ist die ablehnende Haltung, kombiniert mit der Verneinung des Geschehens. In dieser Phase wirst du Sätze sagen wie „Das kann doch gar nicht sein!“, „Das glaube ich nicht!“ oder „Das können die doch nicht machen! Das mache ich nicht mit!“. Die Ablehnung gegenüber der Veränderung und das Nicht-wahrhaben-wollen werden durch Gedanken, Gefühle und Taten ausgedrückt. Diese Verneinung ist eine völlig normale Reaktion, auf das aktuelle Geschehen. Der innere Widerstand wird hier ganz deutlich und in den meisten Fällen überkommt dich hier die Ohnmacht der Situation selbst. Du erkennst weder deine eigene Schöpferkraft noch siehst du irgendetwas Gutes, in dem was du erlebst. Die innere Verneinung ist dein eigenes Schutzprogramm, das Sicherheitsprogramm deines Gehirns das dich bestmöglich schützen möchte und NIEMALS das Unbekannte für dich wählen würde. Du befindest dich nun in deiner Komfortzone und laut deinem inneren Programm sollst du die auch unter keinen Umständen verlassen. Da dein inneres System immer nur aus der Vergangenheit Erfahrungen auswerten kann und dadurch dein JETZT beeinflusst, ist es ganz natürlich das wir unbekannten, neuen Situationen kritisch gegenüber stehen und zunächst einmal nicht das Potential darin erkennen können.

 

3. Einsicht

In der Phase der Einsicht werden nach der Ankündigung der Veränderung Gründe erläutert, ergänzende Informationen bekanntgegeben die dazu führen, die ersten positiven Aspekte zu erkennen. Im Idealfall kannst du hier nun die ersten Vorteile nachvollziehen und erhältst Antworten auf die Frage nach dem „Warum“. Du beginnt nun rationalen mit einer Einsicht der Veränderung – d.h. auf rationaler Ebene wird die Entscheidung zur Veränderung akzeptiert, auch wenn das noch nicht vollständig der Fall ist. Dieses Verständnis führt zu einer gestiegenen Wahrnehmung der eigenen Kompetenz, denn du wirst nun beginnen deine Aufmerksamkeit mehr und mehr auf die Vorteile zu lenken. Durch Einsicht beginnen sich die ersten Widerstände in dir ganz langsam zu lösen, denn deine Aufmerksamkeit filtert mehr und mehr neue Informationen heraus die für die aktuelle Situation sprechen.

Auf emotionaler Ebene ist die Entscheidung jedoch noch nicht vollständig akzeptiert worden. Typischerweise Sätze sind hier „Die Entscheidung kann ich ja nachvollziehen, aber funktionieren wird es nicht.“ In dieser Phase kommen die „Ja, aber „ Sätze zum Vorschein. Rein rational findest du viele Erklärungen für die Situation jedoch hält dich der Schock und der Widerstand noch immer fest und somit kämpfst du emotional noch immer gegen das was ist an.

 

4. Akzeptanz

In der vierten Phase, hast du die Veränderung auch emotional akzeptiert. Das heißt insbesondere die Notwendigkeit der eigenen Veränderungen wurde verstanden und akzeptiert. Darüber hinaus erkennst du dich nun selbst immer mehr und mehr im Bezug zu dem was dir widerfährt. Es sind jetzt nicht mehr nur „die anderen“ involviert und betroffen oder schuldig, du erkennst deinen eigenen Anteil an dem Geschehen und übernimmst langsam Verantwortung. In dieser Phase entwickelt sich das Bewusstsein, dass man sich selbst verändern muss bzw. etwas im eigenen Umfeld geändert wird. Veränderungen bedeuten jedoch dass du aufgefordert wirst nun veränderte Verhaltensweisen in dir zu entfalten und andere Kompetenzen erworben werden. Daher sinkt in dieser Phase die Wahrnehmung der eigenen Kompetenz. Für manche Menschen ist diese Phase mit der ausgeprägten Angst verbunden, den veränderten Anforderungen nicht gerecht werden zu können. Hier tritt recht stark das eigene Glaubenssystem in den Vordergrund über die eigenen Kompetenzen und Stärken und der Zweifel an sich selbst übernimmt die Macht. Spannend ist hier, dass wir in erster Linie hier NICHT daran glauben das wir aktiv etwas verändern können, mit dem was wir sind und was wir können obwohl wir beginnen die Situation mehr und mehr zu akzeptieren.

Hier übernehmen in dir die Kritiker und Bremser in dir das Steuer und du kannst deine eigene Kraft noch nicht vollständig erkennen. Hier gilt es ganz besonders darauf zu achten, was du über dich denkst in Bezug zu der Situation.

 

5. Ausprobieren

In der fünften Phase beginnst du dich aktiv mit den geänderten Anforderungen und Aufgaben auseinander zusetzten. Die Einstellung gegenüber den Veränderungen beginnen positiv zu werden, wodurch du beginnst dich auszuprobieren und langsam deine gewohnten Grenzen zu überschreiten. In dieser Phase des Ausprobierens erfährt man kleine Rückschläge, aber auch die ersten Erfolge. Genau dadurch steigt deine Kompetenz und du wirst mutiger und baust Vertrauen in weitere Schritte auf. Du beginnst dich der Veränderung langsam zu öffnen und freust dich über die ersten neuen Erfolge in deinem Leben zu lieben. Auch wenn du hier noch Rückschläge erfahren hast, wird der Wunsch sich dem Neuen zu öffnen immer größer. Hier bekommst du nun die Möglichkeit deinen Komfort Bereich auszudehnen und machst neue Erfahrung mit dir und deiner Situation. Mehr und mehr kehrt die Leichtigkeit zurück. Du fühlst dich nicht mehr als Opfer deiner Umstände sondern realisierst deine Selbstwirksamkeit, trotz weiterer kleinerer Rückschläge.

 

6. Erkenntnis

Die Phase des Ausprobierens führt zu deinen ersten Erkenntnissen über die Auswirkungen der Veränderung und über die eigenen Kompetenzen. In dieser Phase bist du nun in einer positiven Grundeinstellung gegenüber dem was sich verändert hat. Durch das anfänglichen MUSS sich neue Verhaltensweisen anzueignen, neue Kompetenzen zu erwerben als Antwort auf die veränderte Situation, wirst du jetzt Selbstsicher im Umgang mit der neuen Situation. Du hast dich in dieser Phase quasi einmal selbst überholt und aus der anfänglichen Schockstarre ist ein neuer Teil von dir gereift und entstanden. Hier werden dir nun vermehrt die anfänglich übersehenen Ankündigungen und Signale der eingetretenen Veränderung bewusst. Dir wird bewusst, dass du in vielerlei Hinsicht unbewusst warst und dass die Geschehnisse abzusehen war. Da jedoch keiner äußere Umstände kontrollieren kann und wir immer nur uns selbst verändern können, als Antwort auf die Realität, bist du hier nun auf dem besten Weg die Veränderung vollständig als deine neue IST Situation anzunehmen.

 

7. Integration

Die Veränderung wurde vollständig akzeptiert und in den Alltag integriert. Die veränderte Situation ist jetzt zur Normalität geworden und es kehrt so langsam wieder Routine ein. An dieser Stelle trifft das Fazit zu „lessons learnt“. Still und Leise kannst du heute sagen, dass es das Beste war was dir jemals passiert ist. Dein neues JETZT denkt und fühlt sich gut und du hast dich vollkommen mit ihr arrangiert. Manchmal erinnerst du dich noch an die Vergangenheit, doch heute weißt du es gibt kein Zurück mehr für dich. Du fühlst dich so gut mit deiner neuen Situation, gefestigt und sicher, dass du nach vorne blickst statt zurück. Hier erkennst du das jede Veränderung Zeit braucht, um sich vor allem in dir zu setzten und dich entsprechend neu zu orientieren. An dieser Stelle ist es wichtig zu wissen, dass es keine vorgegeben Zeit gibt in der diese Phasen durchlaufen werden. Alles passiert zu seiner Zeit und du bist immer richtig da, wo du gerade stehst. Wir alle durchlaufen diese Phasen auf ganz individuelle Art und Weise und manchmal geht es schnell und manchmal langsamer.

 

Generell kann es sein, dass man hier und da stagniert und man sogar Veränderung gerne mal verweigert einfach weil der innere Schock oder Schmerz einfach zu groß ist. Dabei ist essentiell zu verstehen, dass jede Veränderung ein inneres Wachstum fordert um adäquat auf die neue Situation reagieren zu können. Genau das ist das große Potential das sich darin befindet, dass anfänglich nicht zu erkennen ist und auch nicht gewünscht war. Anfängliche nicht zu erkennbare Potential werden im Nachhinein umso mehr geschätzt, da sie dich in deinem Leben generell weitergebracht haben und deine Selbstwirksamkeit erneut zum Vorschein gebracht hat. Die eigene Reaktion auf die Veränderung ist immer interessant und besonders wichtig zu reflektieren, wenn der anfängliche Schock vorüber ist.

Natürlich erscheint vieles anfänglich nicht als glücklicher Umstand aber dennoch birgt jede Veränderung Chancen in sich. Deine innere Welt ist jedenfalls in der Lage sich immer wieder neu zu erfinden und ist in seiner Natur darauf ausgelegt, sich stetig anzupassen und zu verändern.

Die einzige Stabilität die du erfahren kannst ist, dass du dein eigenes Potential entfalten kannst und IMMER neu agieren kannst auf alle Umstände, die dien Leben dir präsentiert.

 

 

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